GVZ Region Ulm

Projektbeschreibung

Das Güterverkehrszentrum Ulm liegt bei Dornstadt an der Autobahn A 8 Stuttgart - München (Ausfahrt Ulm-West) und nahe dem Kreuz Ulm/Elchingen (Autobahn A 7 Flensburg-Füssen).

Das GVZ verfügt über eine Fläche von 70 Hektar, von denen 45 Hektar verfügbar sind. Es stehen unterschiedliche Grundstücksangebote zwischen 5.000 m² und 100.000 m² auf Ulmer Gemarkung und ab 1000 m² auf Gemarkung Dornstadt zur Verfügung. Auch rund um das Terminal stehen Flächen für logistikaffines Gewerbe zur Verfügung.

Die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene - Straße (DUSS) mbH, eine Tochter der Deutschen Bahn AG, betreibt das Terminal Ulm mit zwei Schienenportalkränen und 4 Gleisen á 700 m Länge. Das Terminal ist auf eine Kapazität von 100 000 Ladeeinheiten pro Jahr ausgelegt.

Das Terminal ist eingebunden in internationale Containerverkehre der DB AG (Railion) sowie privater Bahnen, z.B. der TX Logistik AG (Linie Köln-Verona). Seit April 2010 gibt es eine Nachtsprung-Containerverbindung nach Melzo (bei Mailand). Sie ist Ergebnis des früheren AlpFRail-Projekts, das nun als europäisch gefördertes Projekt unter dem Namen "Transitects" (Transalpine Transport Architects) umgesetzt und vor Ort vom Regionalverband Donau-Iller betreut wird. Bei entsprechender Nachfrage soll das Zugangebot weiter ausgebaut werden. Ein "Container-Shuttle" als Zubringer von Augsburg nach Ulm und umgekehrt wurde 2009 zeitweise von der Augsburger Localbahn AG gefahren.

Politische Bemühungen laufen für einen direkten Anschluss des Terminals an die Autobahn A 8 (eigene Ausfädelung in der Ausfahrt Ulm-West/Dornstadt) sowie für einen Südanschluss auf der Schiene. Bislang können Züge nur aus Richtung Stuttgart kommend vom Bahnhof Beimerstetten aus direkt in das Terminal einfahren; ein Zufahrtsgleis von/in Richtung Ulm würde die Ein- und Ausfahrt der Züge aus/nach Süden erleichtern.

Die zügige Verwirklichung des GVZ und des Terminals im Ulmer Norden war eine Folge des Bahnhofsprojekts "Neu-Ulm 21", das mit der Eröffnung des Tiefbahnhofs 2007 abgeschlossen wurde. Der Conatiner-Bahnhof mitten in der Stadt war schon zuvor an seinen Kapazitätsgrenzen (von damals rund 30 000 Einheiten) angelangt; der Umschlagbahnhof hatte zu einer erheblichen Beeinträchtigung des innerstädtischen Verkehrs und der Stadtentwicklung geführt. Ein Teil der Fläche des Container-Bahnhofs wurde für die Einfahrt in den neuen Personenbahnhof benötigt. 

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