03.03.2011: Wirtschaft braucht den A-8-Ausbau Augsburg-Ulm - Wegen Vergabe-Streits drohen Verzögerungen

Mit „großer Sorge“ verfolgt die IHK Schwaben die weiteren Verzögerungen des sechsspurigen  Ausbaus der Autobahn A 8 zwischen Augsburg und Ulm. „Es steht nun akut zu befürchten, dass der geplante Fertigstellungstermin 2014 nicht mehr gehalten werden kann“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank am Donnerstag (03.03.2011). „Bei allem Verständnis für die Nutzung rechtsstaatlicher Mittel zur Überprüfung einer Vergabeentscheidung darf dies nicht dazu führen, dass der seit Jahren überfällige Ausbau noch weiter verzögert und der Wirtschafts-, Produktions- und Logistikstandort Schwaben dadurch geschwächt wird.“ Die Auseinandersetzung müsse rasch beigelegt werden und dürfe nicht auf dem Rücken von Autofahrern und Logistikunternehmen geführt werden.

Gegen die Vergabe des Ausbaus nach dem privatwirtschaftlichen Betreibermodell hatte ein im Bieterverfahren unterlegenes Konsortium zunächst Einspruch bei der Vergabekammer eingelegt. Nachdem dieser zurückgewiesen wurde, legte das Konsortium nun Beschwerde beim Vergabesenat des Oberlandesgerichts München ein. Eine juristische Klärung wird voraussichtlich mehrere Monate dauern. Der ursprüngliche Projektstart war für den 1. Januar 2011 (direkt im Anschluss an die Fertigstellung des Ausbaus München–Augsburg) vorgesehen gewesen.

Ihr Ansprechpartner in der IHK Schwaben:

Peter Stöferle

Geschäftsfeld Standortpolitik

Tel 0821 3162-206 | Peter.Stoeferle@schwaben.ihk.de

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